Der öffentliche Personennahverkehr

Veröffentlicht auf von moori

Guten Tag liebe Leser,

 

neulich hatte ich wieder einmal das Vergnügen, mit dem öffentlichen Personennahverkehr kurz ÖPNV zu reisen. Nun möchte ich hier zunächst über meine Erfahrungen berichten und dann für Verbesserungsvorschläge sorgen.

Meine Reise begann mit einer Busfahrt am Stadtrand, da mein passender Zug um 16:33 Uhr fuhr und ich mir etwas Pufferzeit einbauen wolte, nahm ich den Bus um 16:04 Uhr, als Fahrtzeit war schonmal eine Viertelstunde angegeben, akzeptabel möchte ich meinen. Der Bus kam dann auch um 16:09 Uhr, aber was soll es, wir sind ja alle nicht perfekt. Die Viertelstunde Fahrtzeit hat gepasst, so war ich um ca 16:25 Uhr am Bahnhof. Da ich die Strecke öfter Fahre, ging ich zum üblichen Gleis, da viel mir dann auf, dass der Zug für eine vollkommen andere Richtugn auf der Anzeigetafel angegeben war. "Merkwürdig!", dachte ich mir, ging erstmal wieder vom Gleis weg und suchte am Bahnhof nach Hinweisen, ausgerufen wurde ja erstmal nichts, so bin ich dann das nächste Bahnsteigpaar entlang gegangen und hatte Glück, auf Bahnsteig 8 soll mein Zug also fahren. Um 16:31 Uhr kam dann auch die passende Durchsage, welche aber gleich implizierte, dass mein Zug sich um 10 Minuten verspäten würde. "Gut, dann halt 10 Minuten später, holst du dir halt noch Pommes mit Mayo.", dachte ich mir. Gedacht getan, kurze Zeit später stand ich dann frittenessend erneut am Gleis. Mit Musik in den Ohren und akzeptabeler Laune, denn Essen macht schließlich glücklich, sah ich erneut zur Anzeigetafel und musste feststellen, nun sind es schon 30 Minuten Verspätung. Da verschlechterte sich meine Laune rapide. Um 16:55 wurde dann an jenem Bahnsteig, an dem selbstverständlich sämtliche Passagiere für den Zug zu meiner Zielstadt standen ersteinmal ein anderer Zug abgefertigt. Das Problem war, dadurch, dass es keine Ansagen oder dergleichen gab und die Passagiere für meinen Zug nicht wussten wohin, die Passagiere aus dem anderen Zug aber ein und aussteigen wollten, gab es ein riesen durcheinander. Der Bahnsteig ist für die Passagiermenge nicht ausgelegt gewesen, aber nach 5 Minuten murren und drängeln waren dann alle Passagiere im Zug oder im Bahnhofsgebäude. Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass es nun eng werden würde, denn der Zug muss noch ausfahrenund mein Zug war immerhin für 17:03 angekündigt, nun war es schon 17 Uhr. Kaum habe ich es mir gedacht, kommt die Ansage mit nocheinmal 5 Minuten Verspätung oben drauf. um 17:11 fuhr mein Zug dann ein und um 17:18 Uhr fuhr er dann los.

So viel zu meinen Erfahrungen mit der Deutschen Bahn AG. Wollen wir doch mal sehen ob wir den Fehler finden. Hat ihn jemand entdeckt? Richtig! Es ist der Zusatz AG hinter Deutsche Bahn, der macht die Bahn nämlich zu einer Aktiengesellschaft. Die Gesellschafter haben aber überhaupt kein Interesse an dem Wohlergehen der Passagiere, die interessiert nur ein möglichst hoher Kurs mit anschließender saftiger Dividende. Es würde sicherlich Möglichkeiten geben die Verspätungen in Grenzen zu halten und zeitnah auf Ausfälle zu reagieren, aber die Kosten Geld und das ist so nicht im Interesse der mächtigsten Männer der Bahn. Da denkt man sich doch: "Die werden sehen was sie davon haben! Den laufen die Passagiere doch weg!". Doch wohin ist die Frage. Ich gebe ja zu inzwischen wurde die Bahn auf manchen kleinen Streckenabschnitten von Konkurrenzunternehmen abgelöst oder fährt sogar in direkter Konkurrenz. Doch das ist viel zu wenig. Wenn jemmand von eienr Stadt ohne Flughafen in eine andere Stadt möchte und kein Auto besitzt, muss er Bahn fahren. Es gibt keine Alternativen. Fakt ist auch, dass kein Unternehmen mal ebenso in Konkurrenz zur Bahn  treten kann. So viel Kapital ist nicht plötzlich vorhanden, das muss wachsen. Und wer kann schon ein Unternhemen Gründen, sich 5 ICE 3 kaufen, die Streckenrechte, am Besten natürlich exklusiv, für die Strecke Hamburg - München kaufen und diese befahren? So ein Unternhemen ist utopisch. Die Lösung wäre relativ simpel, lasst diesen Privatisierungsdreck bei Sachen, die lebensnotwendig sind! Wasser, Gas, ÖPNV, Strom so etwas gehört in Staatshand! Wenn ich soetwas wie "Der Markt wird es schon richten." höre könnte ich direkt brechen. Nein der Markt richtet es nicht, nicht bei solch essenzielen Dingen. Der MArkt kann dafür sorgen, dass bei einem hohen Angebot von zum Beispiel Milch eben jener Preis sinkt, aber nciht bei Wasser und Strom. Warum nciht? Ganz einfach weil man keine Alternative hat, Milch kann man kaufen oder es eben lassen, in dem Moment wo Apfelsaft billiger ist, kauft man halt diesen und verzichtet größtenteils auf Milch. Was macht man bei Strom? Batterien kaufen?

Ich hoffe ich konnte mal ein wenig zum nachdenken anregen.

   

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