Für die Wiedereinführung der Dampflokomotive

Veröffentlicht auf von moori

Guten Tag liebe Leser,

wer den Titel liest wird sich wahrscheinlich so etwas denken wie : "Was für ein Schwachsinn!" oder "So ein hoffnungsloser Bahnromantiker."  aber es gibt gute Gründe für die Wiedereinführung von Dampflokomotiven, welche ich im Folgenden gerne erörtere.

Alles begann damit, dass ich im Fernsehen ein Bericht über Segelcontainerschiffe gesehen habe. Eine schon lange gekannte Technologie die wieder zum Leben erweckt werden soll, da fossile Brennstoffe rar und teuer geworden sind. Da dachte ich mir, ob es nicht auch weitere ältere Technologien gibt, welche es vielleicht neu zu überdenken gilt.
Ziemlich schnell fiel mir die Dampflokomotive ein. Zugegeben auf den ersten Blick ein Fahrzeug, welches fossile Brennstoffe nutzt und die Umwelt ziemlich belastet. Dies gilt allerdings nur für die wohl bekannteste Art von Dampflokomotiven, wie Kohle, Holz und Öllokomotiven. Das dahinter stehende Prinzip ist recht simpel, mit Hilfe eines Brennstoffes wird Wasser in einem Kessel erhitzt und ein Zylinder, meist mechanisch, abwechselnd von beiden Seiten mit Dampf unter Druck gesetzt. Durch die Bewegung dieses Zylinders wird die Lokomotive angetrieben.

Es gab aber noch weitere Arten von Dampflokomotiven, die Art, die ich nun als zukunftträchtig betrachte ist eine Dampfspeicherlokomotive. Eine Dampfspeicherlokomotive oder vielmehr Hochdruckdampfspeicherlokomotive funktioniert etwas anders.

Hier wird der Kessel zu 2/3 mit Wasser befüllt. Nun wird unter Druck von ca 20 Bar von außen heiße/r Dampf oder Abgase eingespeißt. Durch den nun im Kessel herrschenden Überdruck verdampft das Wasser sofort nach sobald etwas Dampf zwecks Fortbewegung entnommen wird. Ein Problem ist schnell erkannt: Es wird zu verschiedenen Zeiten verschiedener Druck im Kessel herrschen, was einen Zylinder von enormer Größe erfordert. Die Lösung wurde aber bereits 1934 entdeckt. mittels eines Druckminderventils ist es möglich einen fast konstanten Wert von 14 Bar zu erlangen. Der druckreduztierte Dampf muss allerdings wieder einem Überhitzer in der Lokomotive zugeführt werden, da er sonst zu kalt ist. Eine Hochdruckdampfspeicherlokomotive bietet einige nicht von der Hand zu weisende Vorteile.
Ein eventueller Unfall bietet keinerlei Gefahr, weder durch Hochspannung, Treibstoff noch durch offenes Feuer können hier Menschen gefährdet werden. Auch ist heiße/r Dampf oder Abgase in vielen Fabriken sozusagen von Haus aus vorhanden und wird nicht genutzt, der Treibstoff wäre also um einiges billiger als bei einer Diesel- oder Elektrolokomotive. Da die Abgase so oder so in die Atmosphäre gelangen würden, ist die zusätzliche Umweltbelastung im Betrieb nur maginal. Des Weiteren ist das gesamte Konstrukt sehr leicht zu warten und dazu sehr Zuverlässig.

Auch heute noch sind einige der bis in die 1980er gebauten Dampfspeicherlokomotiven noch in Betrieb. Sie haben eine Zugkrtaft von bis zu 2000 Tonnen und können ohne wiederbefüllt werden zu müssen 6-8 Stunden im Betrieb bleiben. Allerdings sind Dampfspeicherlokomotiven mit den vorhandenen Technologien sehr langsam, bis zu 50 Km/h sind das absolute Maximum. Hier muss nachgebessert werden und die Dampfspeicherlokomotive könnte ihre Renessaince erleben.  

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Veröffentlicht in Technologische Ideen

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