Der Ausrutscher des Bastian Schweinsteigers

Veröffentlicht auf von moori

Endlich war es soweit, nach jahrelangen Mühen, immer wieder an großen europäischen Mannschaften scheiternd, hat es diesmal geklappt. Deutschland ist Weltmeister! Kritiker sagen, weil uns diesmal große europäische Mannschaften erspart geblieben sind, aber das soll hier nicht Thema werden.

Die Jubelstürme vor den heimischen Fernsehern und auf den Fanmeilen sind gerade etwas abgeebt da werden auch schon Spieler interviewt. Christoph Kramer wirkt noch leicht angeschlagen, Lukas Podolski will, dass Köln abgerissen wird (Erstmals werden Düsseldorfer Podolskis Meinung teilen) und daneben ist Bastian Schweinsteiger, schwer geeichnet vom teils brutalen Einsteigen der Argentinier. Und dann sagt er seine Schlussworte: "Ein ganz spezieller Gruß an einen Mann, ohne den wären wir alle nicht hier. Das ist Uli Hoeneß. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und wir glauben daran, dass alles gut wird und unterstützen Sie sehr."
Die erste Frage ist, wieso wären sie alle nicht da? Viele Spieler der Nationalelf sind nie mit Hoeneß in Kontakt getreten, andere wurden vom Hof gejagt und auch wenn Spieler wie Mario Götze und Manuel Neuer inzwischen bei Bayern Spielern Nationalspieler wären sie auch bei ihren Vereinen geworden. Auch hat Uli Hoeneß meines Wissens keine Taktikschulung für Joachim Löw bezahlt. Diese Behauptung ist also völlig aus der Luft gegriffen.
Jetzt sagen wieder welche: "Ja, aber was der Hoeneß nicht alles für den deutschen Fußball getan hat." Was denn? Bayern als Übermacht, mit teils dubiosen Sponsorenverträgen etabliert? Sobald ein anderes Team in irgendeiner Weise konkurrenzfähig wird es kaputtgekauft? Beispiele dafür sind jüngst Borussia Dortmund wo man Lewandowski und Götze mit unmoralischen Summen weglocken konnte, davor auch schon Werder Bremen mit Borowski, Ismael und Klose und davor Bayer Leverkusen mit Ze Roberto, R.Kovac, Lucio und Ballack. 
Ganz zu Schweigen von systematischen Aufkaufen von Talenten, welche dann nicht zum Zuge kommen und teils dadurch sogar in ihrer ganzen Kariere scheitern. Beispiele hierfür sind: Petersen, Baumjohann, Podolski, Schlaudraff, Görlitz, Rau, Deisler, Kirchhoff u.v.m

Desweiteren ist Uli Hoeneß ein verurteilter Straftäter, dessen Schuld zweifelsfrei bewiesen ist. Niemand würde auf die Idee kommen sich da hinzustellen und zu sagen: "Ich Grüße noch Jack the Ripper und Billy the Kid". 

Zusammenfassend kann man sagen, lasst euch nichts einreden, der Hoeneß hat in etwa so viel Anteil an diesem Titel wie jeder von euch und dass Bastian Schweinsteiger dies nach einem harten Spiel etwas überschwenglich gesagt hat lassen wir mal als Teil der Emotionen durchgehen.  

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