Zu Guttenberg

Veröffentlicht auf von moori

Ich muss ja ehrlich sagen, dass dieses Thema so langsam durchgekaut sein sollte. Dennoch möchte auch ich meine Meinung Kund tun.
Zuerst einmal zitieren wir doch mal zu Guttenberg :"Ich habe da unbewusst einen Fehler gemacht.".
Aha also hat der Herr zu Guttenberg Bücher neben sich liegen gehabt und diese dann ganz unbewusst abgetippt. Ja das kann ja schonmal vorkommen, wem geht das denn nicht öfter so? Aber immerhin sollte man ihm zu Gute halten, dass er zu gibt einen Fehler gemacht zu haben. Zu erwarten war einen Politiker-Typischer Antwort, welche in etwa so aussehen könnte:
"Ich habe nicht und das möchte ich hier nochmals ganz klar deutlich machen, nicht meine Doktorarbeit aus Büchern abgeschrieben. Es war eine mehr als beachtliche Leistung die Informationen aus den Büchern durch logische Zusammenhänge zu verknüpfen und ich gehe davon aus, dass ich den Doktortitel aufgrund meiner Leistung im literarischen Verknüpfen bekommen habe...", so oder ähnlich könnte das lauten.
Auch stellt sich mir die Frage wie dem Herrn zu Guttenberg sein Fauxpas nicht auffallen konnte. Wenn ich eine Doktorarbeit schreibe, dann lese ich diese doch nochmal durch und gucke mir mit Sicherheit auch die Quellen an. Die einzige logische Erklärung wäre, dass unser Adeliger seine Doktorarbeit gekauft hat, aber darüber zu entscheiden und zu urteilen ist nicht meine Aufgabe.
Auch ist die Gerechtigkeit in Deutschland natürlich hervorragend geregelt. Wer ein Verbrechen begeht, indem er einen fremden Pfandbon für 1,30€ einlöst, gehört selbstverständlich fristlos gekündigt, während unser Herr Minister in seinem Job mit keinerlei solcher Konsequenzen zu Rechnen hat.
Bleibt noch die Rolle des deutschen Volkes auszumachen. Laut einer Umfrage sind diese ja der Meinung, vom Guttenbergs Tat sei nicht als schlimm oder gar Straffrechtlich zu bewerten. Ich muss mich doch Fragen wie viele Leute zu Guttenberg bezahlt hat, dass solche Ergebnisse bei dieser Umfrage herauskommen. Oder ist unser Volk tatsächlich so leichtgläubig und nachlässig?
Eine Doktorarbeit zu fälschen oder abzuschreiben ist und bleibt eine Straftat und nichts anderes. Der Titel gehört aberkannt. Sollte der Titel zum Erlangen einer Arbeitsstelle genutzt worden sein, ist dies selbstverständlich ein Grund für eine fristlose Kündigung. Außerdem sollte der Täter für Schäden aufkommen.
Aber glaubt tatsächlich irgendeiner, dass so etwas passieren wird?
Armes Deutschland...

Werbung

Veröffentlicht in Politik

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post